“The passive voice is the voice of little boys wearing shoepolish mustaches!”

Liebe Schreiberlinge,

wer schreiben will, der muss lesen! Wir tun es gerne. Es gibt also kein Problem viele neue Geschichten aufzusaugen. Theoretische Bücher hingegen bleiben nur zu oft auf dem „Muss ich noch lesen“ – Stapel liegen. Vermeidet Bücher, die Euch erzählen wollen, wie man zu einem guten Autor wird, wenn der Autor selbst nichts Bemerkenswertes veröffentlicht hat. Gute Ratschläge kommen von guten Autoren! Millionen verkaufter Bücher geben ihnen eine gewisse Glaubhaftigkeit bezüglich Ratschlägen! Natürlich muss man nicht alle annehmen, denn der eigene Stil sollte weiterhin zwische20151125_090911n den Zeilen durchschimmern. Dennoch kann es nicht schaden, über gewisse Beobachtungen großer Schriftsteller nachzudenken.

Ich sitze auf der Veranda mit einem Haselnuss-Kaffee, einem Schokoladenmuffin und Stephen Kings Buch “On Writing”. Die Sonne ist selbst um 9 Uhr morgens warm und die Aussicht ist, tja, wie beschreibe ich die, ohne zu viele Adverbien zu gebrauchen? … Naja, schaut Euch das Bild an! Die Sicht auf die Berge kann mich aber nicht mal von “On Writing” ablenken. Hin und wieder nehme ich es mir gerne zur Hand und jedes Mal lache ich erneut über die leichte und humorvolle Sprache von Herrn King. Zwei Beispiele möchte ich mit Euch teilen. Herr King verfasst Ratschläge über das Schreiben in einer solch bildlichen Sprache, dass ein Film vor meinen Augen abläuft! Wer es schafft, ein theoretisches Buch über das Schreiben so zu verfassen, der besitzt Talent. Zum zweiten Mal spucke ich Kaffee auf den Holzboden. Mein Nachbar sieht mich seltsam an. Als ich sage „Stephen King versteht es Humor auf Papier zu bringen!“ antwortet er „Wer ist Stephen?“. Ich befinde mich in Neuseeland – die Importkosten für Bücher sind hoch und demnach lasse ich diese Bildungslücke hier, am Ende der Welt, durchgehen.

Stephen King über das Benutzen von Adverbien:

I believe the road to hell is paved with adverbs, and I will shout it from the rooftops. To put it another way, they’re like dandelions. If you have one on your lawn, it looks pretty and unique. If you fail to root it out, however, you find five the next day . . . fifty the day after that . . . and then, my brothers and sisters, your lawn is totally, completely, and profligately covered with dandelions. By then you see them for the weeds they really are, but by then it’s — GASP!! — too late!“

I’m convinced that fear is at the root of most bad writing. If one is writing for one’s own pleasure, that fear may be mild — timidity is the word I’ve used here. If, however, one is working under deadline — a school paper, a newspaper article, the SAT writing sample — that fear may be intense. Dumbo got airborne with the help of a magic feather; you may feel the urge to grasp a passive verb or one of those nasty adverbs for the same reason.

Just remember before you do that Dumbo didn’t need the feather; the magic was in him.“

Liebe Schreiberlinge, nehmt Euch das Problem der furchtbaren, schaurigen und todlangweiligen Adverbien zu Herzen und vertraut auf Euer Talent und darauf, dass Eure Leser Euch auch ohne Adverbien verstehen.

Euer Lit.erl – Team!

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