Celebrities als die neuen American Gods?

Neil Gaiman sichert sich mit “American Gods” in jedem Fall einen Platz im Olymp der Schriftsteller. Nicht weit entfernt von Stephen King wohl bemerkt!

Aber Gaiman versucht nicht Celebrities oder Sportstars als moderne Götter zu erörtern. Er schreibt “Alice im Wunderland” für Erwachsene. Eine Odyssee, auf die uns Shadow mitnimmt. Ein Ex-Knacki, dem moderne Abbilder des weißen Hasens und des verrückten Hutmachers nur zu oft begegnen. Nachdem er früher als geplant aus der Haft entlassen wird (aufgrund des plötzlichen Todes seiner Frau), irrt Shadow planlos in eine Bar und betrinkt sich. Dort bekommt er das Jobangebot seines Lebens. Er soll als Bodyguard für den ominösen Mr. Wednesday arbeiten.

american-gods-concept-art-logoMr. Wednesday ist einer von vielen Göttern, die zur alten Generation gehören und ohne Gläubiger und Anhänger ums Überleben kämpft. In Sachen Kreativität steht Gaiman King nicht nach. Doch im Gegensatz zu King erörtert Gaiman nicht den Horror Amerikas (*wo bleibt eigentlich ein Drehbuchscript von Stephen King für FX´s American Horror Story?), sondern die Entstehung Amerikas “mal anders” bzw. Religion und Götter “mal anders” – heilig ist an diesem Buch nämlich lediglich die geniale Idee und die Story.

Wer den Verlierer Shadow nicht liebt, und Göttern wie den Betrüger Wednesday, der Jungfrauen verspeist und seine eigene Mutter für Geld verkaufen würde, nicht schätzt, der ist bei den Waltons wohl besser aufgehoben.

Gaiman überzeugt mit fantastischen Ideen. Von einer Männerfressenden Vagina hin zu Sex mit einer Fraukatze. Auch Fantasy-Gestalten kommen nicht zu kurz: Geister, Kobolde und eben Götter. Aber alles etwas gediegener, realistischer und vor allem so viel humorvoller! Ein Kobold ist hier kein Zwerg und tote Ehefrauen killen mit dem kleinen Finger böse Männer, um den noch lebenden Ehemann zu retten (der Geisterstatus und die Spucke in ihrem Sarg sind die Folge eines Blow-Job-Autounfalls!). Gaiman nimmt das Fantastische auf die Schippe!

Auf einen ausgeklügelten Plot wartet man vergebens. Die Story ist vielmehr eine abenteuerliche Reise, voll von aberwitzigen Situationen, die amüsieren, unterhalten und einen wünschen lassen, dass das Buch nicht zu ende geht. In Bezug auf die Charakterentwicklung und dem Aufrechterhalten von Spannung gibt Gaiman hier ein Paradebeispiel, an dem man studieren kann.

Kleiner Tipp: Das Buch wird es bald als Serien-Adaption geben! Bryan Fuller übernimmt als Showrunner (Serienschöpfer der Hannibal-Serie mit Mads Mikkelsen)! Cineastisch außergewöhnlich ästhetische Bilder sind zu erwarten! Und natürlich eine verdammt gute Story!

Hier Klicken, um zu Amazon zu gelangen!

Viel Spaß! Euer Lit. erl – Team!

2 thoughts on “Celebrities als die neuen American Gods?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *